Der Film Kolberg von Veit Harlan

Die Stadt Kolberg ist auch bekannt durch den gleichnamigen Film “Kolberg” auf den 1940-er Jahren. Der Film wurde am 1. Juni 1943 durch Goebbels als Propagandafilm beauftragt, nachdem die deutsche Armee im Winter 1942 und Frühjahr 1943 sowohl im Stalingrad als im Afrika und Nordatlantik mehrere schwere Niederlagen erlitt. Aufgabe des Films sollte laut Goebbels schriftliche Beauftragung der Regisseur Veit Harlan sein, am Beispiel der Stadt Kolberg zu zeigen, “daß ein in Heimat und Front geeintes Volk jeden Gegner überwindet” und der Film stand offiziell im Dienste der geistigen Kriegsführung um den Durchhaltewillen des deutschen Volkes zu stärken.

“In diesem Film soll Harlan ein Beispiel des Mannesmuts und der Widerstandskraft einer Bürgerschaft auch unter verzweifelten Verhältnissen geben. Dieser Film wird vor allem in den Luftkriegsgebieten eine große Lehre darstellen. Er soll ganz auf historische Tatsachen aufgebaut werden.” Tagebucheintrag Goebbels, 07.05.1943

Inhaltlich basiert der Film auf dem Schauspiel von Paul Heyse und der Autobiographie von Joachim Nettelbeck. Der Bürger Nettelbeck und der junge Stadtkommandant Gneisenau bewegen die Bevölkerung Kolbergs zum gemeinsamen Kampf gegen die französische Besatzung unter Napoleon, Kampf bis zum Ende. Aufopferungsvoll und heldenhaft gewinnt die Bevölkerung am Ende den Kampf um die Stadt.

Budget des Films Kolberg

Der  Aufwand, der für die Enstehung des Films betrieben und das Budget, das zur Verfügung stand, waren enorm. Der Film hatte ein Budget von 8,8 Mill. Reichsmark, es war der teuerste Film während des Nationalsozialismus. Auch tausende Soldaten und Pferde, die während des Kriegszeites dringend benötigt wurden, waren als Statististen im Einsatz. Harlan wurde nach dem Krieg in mehreren Prozessen angeklagt für Mitschuld an der Vernichtung der Juden wg. seiner Unterstützung der Kriegspropaganda für das NS-Regime, sowohl für den Film Kolberg als für “Jud Süß” aber wurde in allen Prozessen freigesprochen. Ein interessanter Lebenslauf von Veit Harlan finden Sie hier: