Kolberg in Polen

Kolberg/Kolorbzeg in Polen

Das Ostseebad Kolobrzeg (ehemals Kolberg) ist der größte Kurort Polens, beliebter Badeort an der polnischen Ostseeküste, Hafenstadt und regionales Zentrum in Einem. 60000 Menschen leben hier, ca. 140 km von der Hauptstadt der Wojewodschaft Westpommern, Stettin, entfernt. Swinemünde, Ustka, Zoppot und Kolberg sind die großen Ostseeheilbäder in Polen. Am bekanntesten ist Kolobrzeg in Deutschland durch den gleichnamigen Propagandafilm “Kolberg” aus dem Jahre 1945, der aber zumindest in Deutschland verboten ist.

Kolbergs Hafen Kapitäns Statue

Kolbergs Hafen – der Kapitän an Land. Foto: Carsten Wolf

Die Stadt Kolberg

Kolbergs Stadtgebiet teilt sich auf in die Innenstadt, westlich davon das Hafenviertel und nördlich das Kur- und Bäderviertel, dass durch eine Bahnlinie vom restlichen Stadtgebiet abgetrennt ist und dadurch etwas verkehrsberuhigt ist. Westlich des Hafens gibt es ein altes Villenviertel am Park der Maikuhle, das erhalten geblieben ist. Zwischen den westlichen Stadtteilen und dem Nachbarort Grzybowo entsteht entlang der Ostsee ein Viertel mit Hotel- und Appartementbauten. Gefühlt gehört Grzybowo mit seinen kleineren Pensionen und Feienhäusern auf jeden Fall inzwischen zur Stadt Kolberg – es verkehrt sogar der Kolberger Stadtbus hierher.

Im Kurviertel zieht sich ein drei Kilometer langer Kurpark entlang der breiten Sandstrände. Zur See hin gibt es eine Uferpromenade, zum Kurviertel hin eine breite Promenade. Erst dahinter stehen Hotels und Kureinrichtungen.

Die Umgebung Kolbergs

Östlich des zweiten Kolberger Bäderviertels beginnt ein Naturpark, eine unter Schutz stehende Salzmoorlandschaft mit Vogelschutzgebieten, etwas südlich außerdem der Kolberger Stadtwald, ein riesiger Mischwald mit den ältesten Eichen der Region und in der Nähe die eigentlichen Moorvorkommen.

In Richtung Ustronie Morskie (Henkenhagen) kommen Sie an einem alten Militärflughafen vorbei, der nur noch als Wochenend-Freizeit-Flugplatz in Betrieb ist. Eine Reaktivierung war lange geplant, scheitert aber daran, dass die Hälfte des Platzes auf dem Gebiet von Ustronie Morskie liegt. Diese Gemeinde hat ihren Teil an einen Investor verkauft, der aber wegen des Kolberg Widerstandes hier auch keine Ferienanlagen bauen kann.